Die Bengalkatze

Mit den Worten temperamentvoll und verspielt lässt sich die Bengalkatze wohl am besten beschreiben, denn bei einer Bengal ist nichts mit faul rumliegen. Die Katzenrasse ist dafür bekannt, sehr viel Spiel, Abwechslung und Beschäftigung zu brauchen und scheut bei Langweile auch nicht, mal an die Möbel zu gehen oder die Wohnung umzudekorieren. Trotz ihrer Verspieltheit ist die Bengal aber auch dafür bekannt, sehr freundlich und menschenbezogen zu sein, weshalb sie gerne auch mal schmust.

1. Steckbrief

Rasse: Bengalkatze

Herkunft: USA 

Größe: Mittel bis groß

Lebenserwartung: ca. 15 Jahre

Felllänge: Kurz

FellfarbeBraun, Golden, Silbern oder Orange mit der typischen Punktzeichnung

Charakter: aktiv, verspielt, intelligent, freundlich, temperamentvoll 

Pflege: eigentlich pflegeleicht, regelmäßiges bürsten empfehlenswert 

 

2. Haltung und Pflege

Die Bengalkatzen sind sehr aktive Katzen und brauchen deshalb, wie bereits erwähnt, viel Beschäftigung. Sie sind also nichts für engen Raum und generell nicht wirklich als Wohnungskatzen geeignet. Ein großer Garten ist das Mindeste, damit die Katze ihren Spiel- und Erkundungsbedarf decken kann. Außerdem benötigt eine Bengal auch im Wohnraum möglichst viel Platz für Kratzbäume und andere Klettermöbel, sowie Spielzeug. Intelligenzspielzeug sollte dabei auf keinen Fall vernachlässigt werden, da die Samtpfote auch geistig ausgelastet werden will um fit und aktiv zu bleiben. Auch so etwas wie Clickertraining ist möglich und macht der Katze Spaß, denn sie ist äußert intelligent und lernt gerne neue Dinge.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Bengal nicht alleine gehalten werden sollte. Ein Spielpartner ist dringend notwendig, vor allem wenn Sie tagsüber länger weg sind, damit die Katzen sich in diesem Zeitraum gegenseitig beschäftigen und spielen können. 

Man sollte sich des Weiteren der Sprungkraft einer Bengal bewusst sein. Da sie trotz ihres dünnen Aussehens sehr muskulös und kraftvoll sind, mögen sie besonders gerne Klettermöglichkeiten und beispielweise verteilte Wandregale, um ihr potenzial zum Springen ausnutzen zu können.

Die Pflege eine Bengal bedarf keinen so großen Aufwand. Wöchentliches Bürsten kann vor allem während des Fellwechsels wichtig sein, da mehr Haar ausfällt als gewöhnlich, sonst kümmert sich die Katze aber selbst um ihr Fell.

Bei der Ernährung sollte auf hochwertiges Futter geachtet werden, welches aus viel frischem Fleisch, Protein und aus wenig pflanzlichen bestehen sollte, schließlich sind Katzen von Natur aus reine Fleischfresser. Man kann dabei auch auf altersspezifisches Futter setzen, da dieses genau auf die Bedürfnisse der Kitten, der erwachsenen Katze oder einer Seniorenkatze eingeht. Man sollte nun aber nicht glauben, dass eine Bengal im Alter fauler wird: Die Bengalkatzen bleiben oft bis ins hohe Alter verspielt und aktiv. Zudem sollte das Futter in mehrere Rationen aufgeteilt werden, damit die Verdauungsorgane der Katze nicht überlastet werden. 

Ein jährlicher Besuch beim Tierarzt ist sehr wichtig, um mögliche Krankheiten früh zu erkennen und zu behandeln. Bengalkatzen haben zwar nicht überdurchschnittlich oft Krankheiten, doch auch sie haben Erbkrankheiten, wie die Herzkrankheit hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), weshalb eine schnelle Erkennung und Behandlung wichtig ist. Gelegentlich gibt es auch andere Krankheiten wie die Patella Luxation, bei der die Kniescheibe sehr schmerzhaft rausspringt, doch dass sind eher seltene Fälle. 

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